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Spendenaktion

Die „Große Töne“ Spendenaktion

Bei der Spendenaktion geht es um die Anschaffung eines Marimbaphones, das für eine Erweiterung des musikalischen Repertoires sorgen soll. Da dieses aus Afrika stammende Musikinstrument, das für ordentlich Bass sorgen soll, in der Anschaffung leider sehr teuer ist, kam schnell die Idee einer ganz besonderen Spendenaktion auf. Viele großzügige Menschen, die uns beim Kauf eines Marimbaphones unterstützen, haben wir bereits gefunden, dennoch reicht es noch nicht ganz aus. Deshalb rufen wir noch mal dazu auf.

Jeder der möchte, hat die Chance ein Plättchen und somit einen bedeutenden Ton auf dem Marimbaphone zu ergattern. Der spätere glückliche Anteilsbesitzer eines jeden Tones unterstützt damit nicht nur die Finanzierung des Instrumentes und macht die Musiker glücklich, sondern fördert auch ihre Chancen auf die nächsten Meisterschaftstitel. Außerdem erhält er eine Anteilsurkunde und wird auf einem Plakat im Vereinsheim namentlich als Stifter erwähnt. Der Vorstand und die Musiker freuen sich über jeden Spender, der ihnen diesen Traum ermöglicht.

Unsere Unterstützer: Marimbaphone
Bei Interesse einfach jemanden aus dem Rheingold Vorstand ansprechen.

Was ist eigentlich ein „Marimba“?

Die Marimba, oder auch Maribaphone genannt, ist ein aus Afrika stammende Musikinstrument, das durch seine Eigenschaften, der Familie der Stabspiele, genau wie auch das Xylophone, angehört. Die Marimba ist demnach ein Aufschlagidiophone mit einem bis zu 5 2/3 Oktaven großen Tonumfang von C bis g4. Es hat Holzklangstäbe. die meist aus Honduras-Palisander gefertigt sind, die in zwei Reihen chromatisch gestimmt angeordnet sind, ganz wie bei einer Klaviatur. Zur Intensivierung der Schallabstrahlung ist unter jedem Holzstab ein senkrechtes Resonanzrohr befestigt, das meistens aus Aluminium besteht. Die Länge jedes Resonators ist für ein Viertel der erzeugten Wellenlänge bemessen.

Die Marimba klingt wesentlich dunkler und voller als ein Xylophon, was daran liegt, dass die Holzklangplatten der Marimba viel dünner und weicher sind. Durch die parabolische Aushöhlung und die Auslagerung auf den Knotenpunkt des quaderförmige meist 4,5 bis 6 cm breiten Stabes wird die Abstrahlung auf den Grundton beschränkt. Die Schlägel, auch Mallets genannt, werden oft aus Rattan, Palisander oder Ahornholz gefertigt und haben meist einen Kopf, aus eng umwickelten Garn. Grundsätzlich gilt: Je weicher die Mallets, desto stärker resoniert der Klang.

Wer sich eine Marimba anschafft, sollte in erster Linie auf den Klang achten, denn dort unterscheiden sich die Marimbaphone deutlich voneinander. Außerdem ist zu beachten, dass sich dieses Instrument leicht auf- und abbauen lässt. Für den Transport sind spezielle Taschen unabdingbar.

Bekannte Marimbaspieler:

  • Keiko Abe
  • Bogdan Bacanu
  • François Du Bois
  • Evelyn Glennie
  • Martin Grubinger
  • Roland Härdtner
  • Alex Jacobowitz
  • Joe Locke
  • Brian Jones
  • Tom Lorenz
  • Katarzyna Mycka
  • Peter Sadlo
  • Franck Tortiller
  • Nebojša Jovan Živcovic'

Der bekannteste der Marimbaspieler ist wohl Brian Jones mit vollem Namen Lewis Brian Hopkin Jones. Der 1942 in Cheltenham geborene Musiker war Lead-Gitarrist und einer der Bandgründer der Rolling Stones. Bis zu seinem Tod im Jahr 1969 bewies er immer wieder sein musikalisches Talent.

Vorkommen und Geschichte

In der Geschichte wird die Marimba in großen Zeitsprüngen immer wieder erwähnt. Eine Überlieferung besagt, dass der arabische Reisende Abu Abdullah Muhammad Ibn Battuta im Jahr 1352 das Königreich Mali besucht und im Anschluss daran über diesen Besuch und auch das Musikinstrument Marimba berichtete. Dieser Bericht gilt bis heute, als der älteste Hinweis über die Herkunft der Marimba.

Wozu braucht Rheingold ein Marimbaphone?

Zu dieser Frage haben wir den Landesmusikdirektor Heinz Udo Winter befragt, der Folgendes erklärte:

„Wie viele andere moderne Spielmannszüge spielen wir mit B-Stimmung im Sopran Bereich und mit Klappenflöten. Inzwischen haben wir sogar schon eine tiefe Alt-Flöte und somit einen fast kompletten, modernen Flötensatz.

Uns fehlt aber immer noch das Fundament der gesamten Musik – ein Bass. Und hier kommt das Marimbaphone ins Spiel. Mit seinem tiefen, warmen Klang kann man es ideal als Bass einsetzen. Darüber hinaus als Veränderung der Klangfarbe zu den Flöten. Außerdem eignet es sich als Soloinstrument, auch in Kombination mit dem Xylophone.

Kurz gesagt, ein Marimbaphone ist einfach genial zur Bereicherung unserer Musik.“

Heute ist die Marimba das Nationalinstrument von Guatemala und in den lateinamerikanischen Ländern wie Mexiko, Belize, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Kolumbien und Ecuador erfreut sich das afrikanische Instrument großer Beliebtheit, da es in diesen Ländern seit vielen Jahrzenten eine Marimbatradition gibt.In Zentralamerika verwenden neben den Mestizos verschiedene indigene Gruppen Marimbas, in Südamerika, speziell in Kolumbien und Ecuador, sind in erster Linie afro-amerikanische Gruppen die primären Träger der Marimbatradition, daneben auch indigene Gruppen, zu welchen das Instrument offensichtlich durch Kulturkontakt kam.

In Brasilien ist von der Marimbatradition nicht mehr viel übrig geblieben. Dort wird das Instrument inzwischen ausschließlich von den Caiçara, einer Gruppe, die ethnisch nicht so eindeutig definierbar ist, aber deren Kultur eindeutig afrikanische Elemente enthält, verwendet. Sehr verbreitet ist die Marimba auch in Japan. Die weltweit bekannte Keiko Abe beispielsweise stammt aus Japan. Dass die Marimba inzwischen auch immer mehr Bekanntheit in Europa erlangt, liegt an der Kulturkreislehre. Denn seit dem 19. Jahrhundert und dem beginnenden 20. Jahrhundert rückt das Musikinstrument immer mehr in den Interessens-Brennpunkt der Forscher.

Wer sich genauer mit dem Instrument auseinandersetzen will, dem ist das Buch „Marimbas in Latainamerika“ von Helmut Brenner zu empfehlen.